Mein Laufjahr

Mein Laufjahr 2012

Nach mehreren Halbmarathons und 10km-Läufen wagte ich es im Oktober 2011 das erste Mal beim Albmarathon in Schwäbisch Gmünd über die 25km an den Start zu gehen.
Die Strecke führt vom Start in der Schwäbisch Gmünder Innenstadt über den Hohenstaufen auf den Hohenrechberg.Ich fühlte mich gut trainiert und war sehr zuversichtlich die Strecke ohne größere Probleme bewältigen zu können. Was mir zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich bewußt war - es waren zwar "nur" 25km Distanz, aber der Höhenunterschied ist mit 780 m nicht zu unterschätzen. Ich lief viel zu schnell los und bekam prompt die Quittung dafür. Ich musste auf den letzten 2-3km steilen Abschnitten der Strecke ziemlich viele Gehpausen einlegen.
Als ich später einigen Läufern der 50km-Strecke bei Ihrem Zieleinlauf zuschaute hatte ich den Eindruck, das diese weniger geschlaucht aussahen, als ich mich im Ziel des 25km-Laufes gefühlt hatte...

Den Silvesterlauf 2011 machte ich mit zwei Freunden auf meiner Hausstrecke über ca 10,5km in lockerem Tempo. Mit dem sich anschließenden Punschtrinken schlossen wir unsere Laufsaison 2011 ab.

2012 wollte ich etwas mehr erreichen und früher als die Jahre zuvor mit Laufen und den dazugehörigen Wettkämpfen beginnen und ich suchte neue und andere Herausforderungen, als nur die üblichen Halbmarathons und 10km-Läufe.
So kam es das ich bereits im März in Schwäbisch Gmünd meinen ersten Halbmarathon lief. Zwar war die Zielzeit nicht die von mir erwartete, aber ein Anfang war gemacht.
Es folgte im Mai der BarbarossaBerglauf in Göppingen, aber auch hier blieb ich hinter meinen Erwartungen zurück.
Anfang Juni stand eine etwas andere Herausforderung bevor. Ich nahm an der Alb-24, einer 24stündigen Wanderung entlang des Albtraufs von Geislingen nach Bad Urach mit einer Strecke von ca 72km teil. Hier werden sowohl die physischen, als auch die psychischen Fähigkeiten auf eine harte Probe gestellt. Ich fragte mich bereits im Vorfeld was mache ich, wenn es nach 18 Stunden wandern mitten in der Nacht beginnt weh zu tun? Für mich konnte ich diese Frage bei einer von Detlef Nescholta super organisierten Tour, die bei idealem Wetter stattfand, beantworten.
Mitte Juni startete ich beim Stuttgart-Lauf über die Halbmarathonstrecke und erreichte bei idealen Laufbedingungen annähernd eine neue Bestzeit. Nach einem etwas verhaltenen Start konnte ich ein gleichmäßig hohes Tempo laufen, in der zweiten Hälfte sogar etwas an Geschwindigkeit zulegen und einem beeindruckenden Finish in der Stuttgarter Mercedes-Benz-Arena entgegenlaufen.
Im Juli konnte ich dann beim Süßener Stadtlauf über 10km eine neue persönlcihe Bestzeit erreichen.
Der nächste Lauf fand im September statt, der Ulmer Einsteinmarathon. Hier wollte ich eine neue Bestzeit erzwingen und lief - volles Risiko - sehr schnell los. Der schnelle Start zwang mich dann aber nach ca 14km dazu Tempo rauszunehmen. Es reicht dennoch zu einer neuen persönlichen Bestzeit, aber nicht ganz zu der die ich mir gewünscht hatte.
Ende September nahm ich mit dem Team der Feuerwehr Jebenhausen am 24-Stunden-Benefiz-Lauf in Uhingen teil. Das bedeutete: 10 Läufer, 24 Stunden am Stück auf einem 632m langen Rundkurs in der Uhinger Innenstadt möglichst viel Strecke machen. Dieser Lauf war ein tolles Erlebnis. Organisatorisch eine Herausforderung und vom Veranstalter perfekt vorbereitet. Durch eine läuferisch harmonische Mannschaft und gute Laufleistungen der einzelnen Läufer konnte unser Team sogar den 4.Platz belegen. Und doch war dieser Lauf für mich nicht so befriedigend wie erwartet.
Jetzt stand noch ein Lauf in meiner persönlichen Saison-Planung aus: Der Alb-Marathon in Schwäbisch Gmünd. Dieses Mal über 50km mit einem Höhenunterschied von 1070m. Die Strecke führt hier vom Start in der Schwäbisch Gmünder Innenstadt über die 3 Kaiserberge Hohenstaufen, Rechberg und Stuifen zurück nach Schwäbisch Gmünd. Am 27.Oktober war es soweit. Bei Schneefall und Temperaturen um 0°C startete der Alb-Marathon. Ich erreichte ausgepowert, aber glücklich das Ziel in Gmünd und war mir sicher, das dies nicht mein letzter Lauf über eine längere Distanz gewesen ist.

Impressionen vom Albmarathon 2012

Alb-Marathon - Ein Erfahrungsbericht

Nach mehreren Halbmarathons und 10km-Läufen wagte ich es im Oktober 2011 das erste Mal beim Albmarathon in Schwäbisch Gmünd über die 25km an den Start zu gehen.
Die Strecke führt vom Start in der Schwäbisch Gmünder Innenstadt über den Hohenstaufen auf den Hohenrechberg.Ich fühlte mich gut trainiert und war sehr zuversichtlich die Strecke ohne größere Probleme bewältigen zu können. Was mir zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich bewußt war - es waren zwar "nur" 25km Distanz, aber der Höhenunterschied ist mit 780 m nicht zu unterschätzen. Ich lief viel zu schnell los und bekam prompt die Quittung dafür. Ich musste auf den letzten 2-3km steilen Abschnitten der Strecke ziemlich viele Gehpausen einlegen.
Als ich später einigen Läufern der 50km-Strecke bei Ihrem Zieleinlauf zuschaute hatte ich den Eindruck, das diese weniger geschlaucht aussahen, als ich mich im Ziel des 25km-Laufes gefühlt hatte...

2012 wollte ich etwas mehr erreichen und früher als die Jahre zuvor mit Laufen und den dazugehörigen Wettkämpfen beginnen und ich suchte neue und andere Herausforderungen, als nur die üblichen Halbmarathons und 10km-Läufe.
So kam es, das ich mir vornahm dieses Jahr den Alb-Marathon in Schwäbisch Gmünd erneut zu laufen. Dieses Mal über 50km mit einem Höhenunterschied von 1070m. Die Strecke führt hier vom Start in der Schwäbisch Gmünder Innenstadt über die 3 Kaiserberge Hohenstaufen, Rechberg und Stuifen zurück nach Schwäbisch Gmünd. Am 27.Oktober war es soweit. Bei Schneefall und Temperaturen um 0°C startete der Albmarathon pünktlich um 10.00Uhr. Ich versuchte locker zu laufen um für die ganze Strecke genügend Reserven zu haben. Bis Kilometer 25 (Ziel der "halben" Distanz auf dem Hohenrechberg) begleitete mich der Gedanke, ob ich aufgrund der Wetterverhältnisse und der (eigentlich unnötigen) Zweifel an meiner Kondition mein Vorhaben abbrechen sollte oder nicht. Als ich dann aber erst einmal den Hohenrechberg erreicht hatte fühlte ich mich regelrecht befreit von diesen Gedankenspielen und es gab nur noch ein Ziel: In Schwäbisch Gmünd ankommen. Bis Kilometer 35 lief es dann recht gut über Stuifen und Schwarzhorn, wobei alle größeren Steigungen von mir gegangen wurden. Ab Kilometer 37 jedoch wurde es dann echt hart. Obwohl es fast nur noch bergab oder eben ging, wurden die Schmerzen vor allem in den Knien immer stärker, so dass bereits die wenigen leichten Steigungen von mir gegangen wurden. Trotzdem konnte ich die letzten 7km trotz Schmerzen ohne Pause durchlaufen. Bei der Markierung "noch 400m" war dann das Ziel zum Greifen nahe, so das bereits hier die Euphorie die Schmerzen überdeckte. Ich konnte locker und glücklich nach 50km ins Ziel laufen und fühlte mich besser als im Jahr zuvor im Ziel nach 25km. Es war ein beeindruckendes Erlebnis an diesem spitzenmäßig organisierten Lauf teilzunehmen. Ich komme bestimmt wieder, vielleicht mit höheren Zielen als dem des reinen Durchkommens und vielleicht auch bei besserem Laufwetter.

Alexander Maier, Läufer



Maier Orthopädie-Schuhtechnik · Inhaber Alexander Maier · Felix-Hollenberg-Straße 6 · 73035 Göppingen · Tel. 07161/9 860 866 · Fax 07161/9 860 867